und der wind

zieht durch unsere türen, und wir frieren, drinnen und draußen. wir trauern der sonne nach. in den wänden hört man manchmal, dass etwas herunterrieselt. manchmal in der nacht. und der alte mann im ersten stock spielt für elise, zum einschlafen. und man denkt sich, das ist längst nicht mehr für elise, weil elise ist tot, und außerdem hat sie gar nicht elise geheißen, sondern therese. vielleicht spielt er für seine frau.
ich habe leider kein klavier mehr. ich habe eine gitarre, aber ich weiß nicht, für wen ich spielen soll. früher habe ich ein lied komponiert und habe an jemanden gedacht, den es damals noch nicht gegeben hat, aber von dem ich dachte, dass es ihn vielleicht einmal geben könnte. es war ein schönes lied, und ich spielte es dur und moll rauf und runter. ich habe es schon lange nicht mehr gespielt, und ich möchte es heute nicht spielen, denn wenn ich es heute spielen würde, müsste ich es in moll spielen.

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