humahuaca – flan de durazno
humahuaca kommt dann, wenn man denkt, hier kann kein dorf mehr kommen und liegt direkt an der höhenkrankheitsgrenze auf 3000 meter höhe. alles, was danach kommt, sind bitterarme indianerdörfer. es ist heiß, weil einem die sonne auf den kopf brennt, aber auch kalt, weil hier ein eisiger wind weht.
ich wohnte in einem kleinen hostal mit innengarten voller kakteen und tontöpfen, in dem weisse unterhosen im wind flatterten. es war drinnen genauso bitterkalt wie draußen. ich war allein mit dem chef, einem breiten, bärtigen, sehr sympathischen mann in gelber windjacke.
in humahuaca gibt es eine treppe, eine kirche aus kaktusholz und eine mechanische heiligenfigur. die treppe ist breit und so hoch, dass einem schwarz vor den augen wird, wenn man sie erklimmt. auf ihr sitzen argentinische tagestouristen, hunde, indianerinnen, die nähen, hippies, die perlen knüpfen und kleine, zerlumpte jungs, die einem gegen ein paar pesos gedichte vortragen.
um gegen zwölf strömen alle besucher des dorfs zur kleinen kirche, denn wenn die glocke schlägt, öffnet sich ein türchen im turm, und der heilige franziskus, eine grimmige holzfigur, hebt den arm und segnet die menge, in wahrheit ist es eine drohgebärde.
sobald es dunkel wird, wird es richtig kalt. ich ging in mein hostal und setzte mich in einen raum mit vielen tischen und stühlen. der chef saß an einem der tische, vor sich eine riesige thermoskanne. er war nicht mehr alleine, in der küche nebenan arbeitete sein freund, ein schmaler, blonder mann, der stets etwas besorgt aussah.
mir ist kalt, sagte ich.
der chef bot mir seine gelbe jacke an.
ich geh nicht mehr raus, sagte ich, ich hab alles gesehen. morgen fahr ich weiter, rüber nach bolivien.
hast du alles gesehen, fragte der chef.
ich glaube schon, sagte ich.
ich will nämlich nicht, dass du dich langweilst, sagte er und schob eine kassette in den videorecorder. das ist eine reportage über die quebrada de humahuaca, die gegend hier, meinte er.
dann goß er heißes wasser aus der thermoskanne in die kalebasse und reichte sie mir. das war das erste mal, dass ich mate getrunken hatte.
ich wohnte in einem kleinen hostal mit innengarten voller kakteen und tontöpfen, in dem weisse unterhosen im wind flatterten. es war drinnen genauso bitterkalt wie draußen. ich war allein mit dem chef, einem breiten, bärtigen, sehr sympathischen mann in gelber windjacke.
in humahuaca gibt es eine treppe, eine kirche aus kaktusholz und eine mechanische heiligenfigur. die treppe ist breit und so hoch, dass einem schwarz vor den augen wird, wenn man sie erklimmt. auf ihr sitzen argentinische tagestouristen, hunde, indianerinnen, die nähen, hippies, die perlen knüpfen und kleine, zerlumpte jungs, die einem gegen ein paar pesos gedichte vortragen.
um gegen zwölf strömen alle besucher des dorfs zur kleinen kirche, denn wenn die glocke schlägt, öffnet sich ein türchen im turm, und der heilige franziskus, eine grimmige holzfigur, hebt den arm und segnet die menge, in wahrheit ist es eine drohgebärde.
sobald es dunkel wird, wird es richtig kalt. ich ging in mein hostal und setzte mich in einen raum mit vielen tischen und stühlen. der chef saß an einem der tische, vor sich eine riesige thermoskanne. er war nicht mehr alleine, in der küche nebenan arbeitete sein freund, ein schmaler, blonder mann, der stets etwas besorgt aussah.
mir ist kalt, sagte ich.
der chef bot mir seine gelbe jacke an.
ich geh nicht mehr raus, sagte ich, ich hab alles gesehen. morgen fahr ich weiter, rüber nach bolivien.
hast du alles gesehen, fragte der chef.
ich glaube schon, sagte ich.
ich will nämlich nicht, dass du dich langweilst, sagte er und schob eine kassette in den videorecorder. das ist eine reportage über die quebrada de humahuaca, die gegend hier, meinte er.
dann goß er heißes wasser aus der thermoskanne in die kalebasse und reichte sie mir. das war das erste mal, dass ich mate getrunken hatte.
bia - 8. Jan, 16:08