Mittwoch, 3. Oktober 2007

ethische fragen

1. darf ein guter mensch einem bösen menschen in die eier treten?
2. ist es nicht schlimmer, zu wenige sexpartner gehabt zu haben als zu viele?
3. unter welcher voraussetzung ist leid schlimmer: in freiheit oder in unfreiheit?

Montag, 1. Oktober 2007

ich bin unschuldig

Freitag, 28. September 2007

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also denk doch mal nach! die grenze zwischen würdelosigkeit und selbstverwirklichung ist dünn, das haben wir gelernt. was zugunsten wessen aufgeben? fragen über fragen. ein spannendes zeitalter! der weg zum ziel ist wahrlich mit würde gepflastert. ich würde nach links gehn, ich würde nach rechts gehn. doch ist man würdelos auch sich selbst gegenüber, wenn man es gegenüber anderen ist? ein zeitalter voller offener fragen. kein messias da, sie zu beantworten. überlegen wir mal: wie sähe eine christliche lösung aus?
um das dilemma christlich zu lösen, müsste man zunächst einmal christliche grundsätze (zumindest und gerade auch in diesem speziellen punkt) verinnerlich haben. damit ist auch diese lösung – ungültig, und kann verworfen werden.
soll man sich bis zur unkenntlichkeit mit würde zupflastern? vor unwichtigen menschen? ich weiß es nicht.

Donnerstag, 27. September 2007

alles ist wie früher

nur ein bisschen besser, und wir sind ein stück größer geworden. das einzige fach, vor dem ich mich fürchte, durchzufallen – ich fürchte mich ja schon nicht mehr. es gibt keine prüfung. eine andere dame hat sich dem kinderkriegen zugewandt und platz gemacht für einen angenehmen menschen. in zukunft wird die anzahl der kinder ein gradmesser für die blödheit der eltern sein, davon bin ich überzeugt. man kann ja auch mal in der geschichte nach den kindern von lou andreas-salomé und nietzsche suchen.
ein paar mehr oder minder ekelhafte dinge sind gleichgeblieben. die lehrveranstaltung eines weithin als fragwürdig bekannten herrn ist – ebenfalls fragwürdig. wir hatten noch nicht die ehre. dazu sind noch ein paar herrliche dinge gekommen.
inklusive der schulischen (oder sind das etwa schon akademische?) tätigkeiten ist mein leben gefüllt wie ein luftpolster oder ein apfelstrudel, wie eine katz im sack. schon seit tagen versuche ich, in den wenigen abendstunden, die mir noch bleiben, marie antoinette von stefan zweig, diesen wälzer, vorwärtszubringen. der stammt noch aus einer zeit, in der ich dachte, die zeit wäre mein, und lesen ein angenehmer vertreib. jetzt kann ich mir das schon wieder nicht leisten, obwohl ich gerade mit großer freude stefan zweig entdeckt habe. wenigstens konnte ich noch zwei bücher von mohamed choukri lesen, bevor es losging. stellen sie sich vor! im cafe central in tanger, von dem in "das nackte brot" und "zocco chico" oft die rede ist, habe ich im sommer auch meine gedichte geschrieben. leider weiß ich nicht mehr so genau, wo sie sich herumtreiben. aber der petit souk, der zocco chico, das banner der parti socialiste, das cafe central, wo ich mit der neuseeländerin und dem mohamed am abend rumgesessen bin und tee getrunken habe! der petit souk ist einer der schauplätze, die meine schönsten erinnerungen auskleiden.
außerdem gibt es dort herrliche fruchtsäfte, die dick sind wie roher teig und paradiesisch schmecken, weil die früchte dort das herrlichste sind, was es gibt, und in nichts an die grünen früchte erinnern, die man bei uns im spar bekommt und bei denen das fruchtfleisch in seiner härte dem kern gleicht.
tanger ist eine grauenhafte stadt und eine herrliche zugleich. sie ist nicht grauenhaft wie warschau, das trist ist und traurig. in ihr steckt das naturgewaltige, das – naturgemäß – grauenhaft und herrlich zugleich ist, oder: schön und hässlich.
und wenn man ein wenig darüber nachdenkt, zum beispiel, während man durch die medina geht, dann sieht man, dass es im grunde keinen einzigen unterschied gibt zwischen einem schafskopf und einem gewürz, außer dass der eine grauenhaft, der andere herrlich ist in unseren augen.
auch die kinder tragen beides in sich: das gute und das schlechte.verdorben und unschuldig zu gleich, abbilder der sehnsucht nach einfachheit, die sich in unsere köpfe projizieren, und gleichzeitig die sehnsucht nach dem besseren selbst in ihren köpfen tragend, von der einen seite bekommen sie eine zutiefst unlogische moral, von der anderen seite eine logische unmoral zugetragen und vereinen diesen beiden pole, indem sie mit der größten selbstverständlichkeit zwischen ihnen wechseln.
die armut frisst sich in kreisrunden schwarzen löchern in ihre zähne und offenbart sich in jedem ihrer lächeln – gleich ob aufrichtig oder falsch, und degradiert sie zu hingebungsvollen statisten, bisweilen klebrig wie kaugummi, im großen theater der tourismusstadt tanger.
bleibt man aber eine weile bei diesen scheinbar so austauschbaren kindern, entpuppen sich hinter der maske der darsteller kleine persönlichkeiten, die sich im alter von acht jahren immerhin schon in drei sprachen verständigen können. wenn sie dann, eine gruppe von vier oder fünf kleinen buben, auf ihren instrumenten eine kleine musik anstimmen, selbstverständlich, ohne anstrengung und fast wie nebenbei, aus reiner freude, als spielten sie nur ein spiel, das nur von intuition und von keinerlei regeln bestimmt ist, dann klingt einem das in den ohren, als verhöhnten sie damit, oder mehr noch, als wischten sie es einfach weg, das ganze musikalische abendland dieser vierzehnjährigen taktlosen, gefühllosen, rohen und nicht zuletzt oft gezwungenen klavierspieler, denen das gespür dieser kleinen buben auch in fünf jahren intensivstem musikunterricht nicht beigebracht werden kann.
so sehen also, dachte ich, die kleinen jungen aus, die mit trommeln in den händen geboren werden.

Freitag, 25. Mai 2007

achja, den Spam hab ich ganz vergessen

...

marketing marketing marketing malen nach zahlen verhör bratwurst durst noch eine bratwurst durst noch ein bier hoffentlich bleibt der hund auch hier marketing marketing
onkel und tante marketing marketing anderer onkel andere tante marketing marketing 400 seiten ausdrucken angst furcht beinprothese? und wenn ich doch genese...?
die pflanzen leben durch photosynthese, hat man mich gelehrt.
das hat mein verständnis einer dunkelkammer erschwert.
schon hat man den kaffee ausgeleert und auf der terasse liegen die scherben
und wenn man sich schneidet
wird man sterben, und es erben die erben.
vergeblich ist der weise leise
dem leisen empfiehlt man, dass er verreise
damit sein mund nicht noch mehr vereise.
ach geh. es hat nicht geschneit, anna!
mir ist so komisch...kann mir mal einer das riechsalz reichen?

Dienstag, 22. Mai 2007

la florida

eins aaaaaa in projektmanagement! mann, bin ich gut! der typ, der in marketing durchgeflogen ist, hat eine 4, deswegen mach ich mir jetzt mal keine sorgen deswegen. nur muss ich neben lernen auch noch arbeiten und einen barbiefilm oder so machen. weil ich glaube, dass der kerl was gegen mich hat, gehe ich da überhaupt nicht mehr hin, sonst würd ich mich die ganze vorlesung nur über ihn aufregen. wenn ich den laptop offen habe, störts ihn, wenn ihn hinterher die anderen dreißig noch offen haben, störts ihn nicht mehr. der kann mich mal. vor allem: ich habe meinen laptop das zweite mal in diesem semester dabei und kann mich gut auf zwei sachen halb konzentrieren (dafür auf nichts richtig).
jaja. bin grad am fotos hochladen, aber es geht nicht so richtig.
dann muss ich noch den allergrößten scheissdreck machen, man glaubt es ja nicht: wie kreativ! mein portrait aus buchstaben. der lerneffekt ist einfach gewaltig. allerdings wird das semester dann doch nicht so übel gewesen sein, wie es jetzt ist. meine lieblingsfächer: fotografie und medientechnologie, spanisch zählt ja net. und der erste teil von TuZ. Meine Hassfächer: Englisch (fad), der zweite Teil von TuZ (Kindergarten/Zeitverschwendung) und Programmieren. Letzteres find ich zwar schon interessant, aber ich bekomme Angstanfälle davon. ansonsten fällt mir grad nichts ein. der rest ist so lala.
hab grad erfahren, dass ich in santiago bin und digitales design studieren werde. ich bin zwar leicht enttäuscht, weil ich auf grafikdesign spekuliert habe, aber es ist ja eine uni, und da kann ich dann die kurse auswählen. nur flash oder bücher über javascript und solche scherze auf spanisch machen mich nicht gerade an, weils mich auch auf deutsch nicht und auf englisch schon gar nicht anmacht. vielleicht kann ich sie aber auch noch zur umkehr bewegen. glaube kann ja berge versetzen.
vor santiago mach ich mir auch fast in die hosen. fünf millionen chilenen!so viele leute kann ich mir ja nicht mal vorstellen! ich füchte mich schon sehr, aber das wird ja bestimmt eine gaudi! am sonntag habe ich (ja, in schruns) mit einem argentinier geredet, nicht viel zwar, aber fließend! ich war so stolz!
ich weiß auch schon, wo ich wohnen werde: im district el bosque, san miguel, la florida oder quinta normal. das sind ja mal die lustigsten bezirke. ansonsten warte ich noch auf eine mail aus chile mit lageberichterstattung für zukünftige studentinnen. wenn nur javascript hinhaut!

Freitag, 18. Mai 2007

respekt

heute hab ich so richtig respekt bekommen vor fotografen. vier stunden im studio glas und a. fotografiert. sollen wir heute klub kalaschnikow gehen oder lieber wie im himmel anschauen? bin grad am fotos runterladen. wenn ich heute fortgehe, war ich seit einer woche jeden tag fort, bis auf dienstag, da war ich spanisch. dafür bin ich aber ganz schön produktiv. nachher mach ich mein erstes hdr, aber ich muss noch warten, bis es dunkel wird. halsweee. es kratzt. als hätte ich viel geraucht, aber hab ich nicht. gestern habe ich den bruder meines bruders gesehen. das war komisch. andererseits passiert mir das ja öfters. manche brüder meiner brüder sind also auch meine brüder. so.
unwort des tages: lesebuch (eigentlich von gestern). ziemlich redundant, andererseits hört es sich aber schön an. gut. muss rennen für russen.
adios. mir.

Mittwoch, 16. Mai 2007

wenn schon, denn schon

payita heißt nichtzigeunerin. man darf halt nicht den fehler machen, ein wort im femininum und im diminutiv zu suchen. warte auf kamera. schon wieder arbeit gefunden am wochenende, projektmanagement erfolgreich hinter mich gebracht, naja: abgesehen von der schande, nicht gewusst zu haben, was ein organigramm ist. ich hab mich getraut zu fragen und hab eine antwort bekommen.
wenn ich groß bin, will ich eine persönliche assistentin haben. das geht ja nicht an, das ganze zeug erledigen müssen. ist es nicht schön, dass die digitale revolution so viele unnütz zusammengehörende dinge voneinander trennt? was da vor sich geht, check ich trotzdem nicht so ganz. gestern auf dem heimweg hat mich eine sekundenlange ahnung beschlichen. heimweg steht zwar alphabetisch geordnet direkt vor heimweh, ansonsten ist es eher umgekehrt. ich hab zwar immer einen heimweg und nie heimweh, aber ich mag beides nicht. wenn ich wenigstens heimweh hätte, würd mich der heimweg auch mehr freuen. irgendwie bedingen sich die beiden lieben wörter also.
ich hab jetzt einen ganz kitschigen musikgeschmack! toll! ich glaube aber auch, dass kitsch in diesem fall nicht gleich kitsch ist. meine spanischlehrerin hört schlimmeres. und sie uns erzählt, wo man in vorarlberg überall spanisch reden kann. fast überall. das spanisch (seit ich spanische selbstgespräche führe, spreche ich viel besser) macht sich schon im englisch bemerkbar. englisch ist aber auch fad. der unterricht vor allem.
meine freundin m. sagt, wenn man denkt, dass man schonmal irgendwo war, ist das aus einem anderen leben, und damit meint sie aber, dass es die eltern/großeltern erlebt haben. ich hab solche bilder im kopf. ich muss meinen vater mal fragen, ob er in den anden war. ich sehe schnee, ein paar männer und die farben weiß, schwarz und rot und auch was technisch-metallisches. früher hab ich gedacht, dass das der mond ist, aber auf dem mond war mein vater nicht. vielleicht kann man das ja auch mal alles digitalisieren...
die ausleihe ist jetzt offen.
goodbye

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